About me – it’s Tom…

Ich vermittle Kraft, Stabilität, Ausdauer, mentale Stärke, Stille und Selbsterneuerung – nicht aus theoretischer Sicht, sondern aus gelebter Erfahrung. Alles, was Du hier findest, ist aus den Tiefen meines eigenen Lebens entstanden: Trauer, Disziplin, Bewegung, Atem und jene Art von innerer Arbeit, die uns von Grund auf zu Menschen macht. Dies ist mein Weg – und nun ist es ein Weg, den wir zusammen gehen.

About the Founder

Meine Kraft, innere Aufrichtung und Stabilität
habe ich nicht im Fitnessstudio aufgebaut.
Ich habe sie in der Praxis erworben.
Mein Name ist Tom Sell, Gründer von
„deinbegegnungsraum“ und „Anata Yoga Studio“.
Movement-Teacher, Atmananda-Yoga-Teachertrainer, Trauerbegleiter, Sterbebegleiter, exam. Krankenpfleger, Primary Nurse, und der Mann
der sein Leben darauf ausgerichtet hat,
Achtsamkeit zu lehren und tief in diese Arbeit einzutauchen.


Weit bevor ich an das Internet gedacht habe, habe ich 16 Jahre damit verbracht, den wohl tiefsten Einschnitt meines Lebens zu verarbeiten und mich damit stetig auf mich zuzubewegen. In dieser Zeit war ich gezwungen, mich um meine Seele und die Funktionalität meines Körpers zu kümmern. Meine Reise begann mit einem Suizidversuch, den ich überlebte. Bis dahin lebte ich unbewusst das Leben meines Vaters, von dem ich mir so sehr seine Anerkennung ersehnte, die ich leider nie erhielt. Aber für die ich lernen durfte, genau für diese
Anerkennung in mir selbst zu sorgen.

Ich bekam eine zweite Chance, die ich angenommen habe, mit dem inneren Versprechen vor mir selbst, mir alles schonungslos anzusehen in mir.


Ein Jahr nach diesem Ereignis, 2010, erlitt ich, nachdem ich versuchte, in mein altes Leben zurückzukehren, einen schweren Bandscheibenvorfall, der operiert werden musste, woraufhin ich kontinuierlich begann, meinen Körper zu trainieren.
Ich entwickelte zum ersten Mal in meinem Leben eine Leidenschaft, die tatsächlichen Fähigkeiten meines Körpers zu erfahren und auszuarbeiten. Ich lernte, eine Stunde am Stück 12 km zu laufen, eine Stunde am Stück 1,5 km zu schwimmen und steigerte mich von Mal zu Mal. Ich lernte zu atmen und gezielt Muskelgruppen auszubilden und anzusteuern, um meinen Körper zu definieren, die Ästhetik der muskulären Struktur und deren Kapazität vollständig zu erfahren.

Ich hatte leider nur dieses eine Jahr, aber dieses Jahr war ein großer Change für mich,
denn ich fühlte mich in diesem definierten Körper
zum ersten Mal wirklich lebendig und männlich.
Zuvor hatte ich eine schwächliche Knabenstatur.
Mein Gangbild war instabil, meine Schultern fielen nach vorne,
meine Köperform glich einem Fragezeichen
vor dem Spiegel in der Reha.
Doch schon ein Jahr nach dem LWS-Vorfall sollte mich ein noch schwererer Schicksalsschlag zunächst in die absolute Hoffnungslosigkeit katapultieren.

Meine Halsmuskeln wurden durch das Training zu präsent und ich entwickelte über Nacht ein Thoracic-Outlet-Syndrom.
Dem zugrunde liegt eine sehr seltene Anomalie,
eine Enge zwischen dem vorderen Halsmuskel,
dem Schlüsselbein und der ersten Rippe.
Die durch dieses Dreieck (in meinem Körper scheinbar eine Meerenge von Gibraltar) laufende Vene wurde kontinuierlich bei Kontraktion des vorderen Halsmuskels abgequetscht. Woraufhin sich eine handfeste Thrombose entwickelte,
die schließlich das gesamte Blutgefäß bis in die Ellenbeuge betraf.
Mir wurde in einer OP die erste Rippe entfernt und eine Thrombektomie durchgeführt. Eigentlich waren es zwei,
um das Problem zu fixen.
Nur wurde damit leider gar nichts gefixt, sondern ich erhielt post-OP ein Scapula alata und eine Lähmung des rechten Armes,
der rechten Hand,
sowie der Brustmuskeln rechts.


Auf einen Schlag verlor ich meine Gesundheit und mein ganzes Leben, so wie ich es kannte.
Ich war Mitte 30 und stand vor einem Trümmerhaufen.
Nach zwei Jahren wurde ich medizinisch aufgegeben und bei meiner Schmerzsymtomatik mit höllischen Nervenschmerzen konnte mir auch niemand helfen. Ich stand im völligen OFF,
war im Grunde ein Pflegefall.
Ich entschied mich aber durch irgendeine Stimme in mir,
nicht aufzugeben,
auch wenn ich alles zu diesem Zeitpunkt verlor.
Mein Haus, meine Karriere,
mein soziales Umfeld, meine Gesundheit.
Mir kam ein Buch von Clemens Kubi in die Hände mit dem Titel
„Unterwegs in die nächste Dimension.“


Es war so inspirierend zum Thema Selbstheilung,
dass ich in mir beschloss,
es genauso zu tun. Ich studierte die innere Verletzung in meinem operierten Thorax, machte mir ein genaues inneres Bild von den Strukturen und begann,
zu meiner Physiotherapie und Ergotherapie, auf diese inneren Strukturen zu meditieren mit der inneren Haltung zu heilen, in Verbindung mit einer Yogapraxis,
von der ich noch berichte. Denn in den 9 Jahren half leider nichts,
den andauernden Abbau meiner rechtsseitigen Arm- und Oberkörpermuskulatur zu stoppen. Im Gegenteil, immer wieder verhärtete die Muskulatur,
in der Folge mit sehr schlimmen Schmerzen und Wirbelsäulenblockaden.
Bis eine Physio mit mir anfing, Yoga zu praktizieren.
Ich hatte ja eine Lähmung im rechten Arm.
Und so fiel ich die erste Zeit oft hin auf der Matte, zum Beispiel bei dem hinabschauenden Hund,
aber mit der Häufigkeit der Übung
spürte ich eine erste Veränderung.
Dies fing nach 6 Jahren an und sollte mich
schließlich dahin bringen,
eine erste Yoga-Lehrer-Ausbildung in Deutschland zu absolvieren, nach Sivananda.

Nach diesem Jahr bekam ich einen Kontakt
über eine Inhaberin eines Yoga-Studios,
für das ich noch heute arbeite, nach New York, zu Jhon Tamayo,
der schließlich mein Mentor wurde und der mich weit in die Tiefe des Yoga geführt hat. Mit Teillähmung flog ich nach Amerika und machte dort sein Teachertraining, das wirklich weit über die Grenzen meiner bis dahin erworbenen Fähigkeiten ging.
Ich brach regelmäßig auf der Matte zusammen, weinte,
weil es sich anfühlte, als ob ich es nicht durchhalten könnte.
Doch dann, an einem Tag, war alles anders.
Es war keine Anstrengung mehr,
es war von diesem Tag an ein Explorieren meines Körpers und ich bekam von diesem Moment an nicht mehr
genug von dieser Praxis.
Meine Restlähmung heilte in dieser Zeit vollständig aus.


Auch meine Seele verlor restlos ihre Schwere,
die ich bis dahin immer irgendwie mit mir getragen habe.
In diesen 9 Jahren lernte ich zudem über eine begleitende Verhaltenstherapie Selbstreflexion und Verantwortungsübernahme für meine Empfindungswelt.
Ich verstand, dass ich durch die streng religiöse und teilweise gewalttätige Erziehung (körperliche Züchtigung meines Vaters schon als Kleinkind) traumatisiert wurde,
und konnte zunächst tiefes Mitgefühl und Verständnis für diesen eingeschüchterten, orientierungslosen Anteil in mir entwickeln.

Ich probierte in den nächsten Jahren sehr viele Wege, über Hypnose, 11 Tage echtes Vipassana, 11 Tage Paradanta-Meditation in Riga von morgens bis in die Nacht hinein. Zahlreiche Ausbildungen und Retreats an den verschiedensten Orten auf diesem Planeten, um mein Trauma zu lösen. Ich selbst lernte, was mir auf meinem Weg half:
Hypnose, Reiki, Massage und systemische Therapie.
Ich machte einen Schein als HIIT-Trainer.
Ich lernte verschiedenste Mentalpraktiken zur somatischen Regulierung des Nervensystems.
Ich befasste mich mit den Lehren vieler Meister, dem Vedanta,
den Upanishaden und der Bhagavadgita,
sowie eingehend mit Buddhas Lehre.

So kam ich immer näher an mein wahres Selbst,
bis sich nach gut 16 Jahren plötzlich dieser Kreis schloss.
Es war so, als wenn der kleine Junge in mir,
der so sehr verletzt war,
plötzlich aufstand, sich neben mich stellte und zu mir aufsah.
Er lachte mich vertrauensvoll an und sagte tief liebend zu mir:
„Du bist ein wirklich geiler Typ, danke, dass du diese Arbeit für uns machst.“

Ich war plötzlich auf der anderen Seite
und wirklich mit mir verbunden.
Es ist das größte Geschenk, welches ich mir selbst gegeben habe.
All die Jahre Arbeitsunfähigkeit, Nervenschmerzen und Verzweiflung später konnte ich plötzlich zurückschauen, verstehen, liebend alle Anteile integrieren:
die hilflosen, die manipulativen, verstörten, verteidigenden und vermeidenden Anteile.

Ich erkannte in mir, in meiner Tiefe:

All das sind wir alle auf unterschiedlichste Art und Weise
und auch ein helles Licht.


Alles ist IN Dir, es ist AN Dir,
Dir die Erlaubnis zu geben, dies
ALLES erfahren zu dürfen.

Mach den ersten Schritt.

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